Aktuelle Nachrichten

06.04.2020

Information zur Coronasituation

St. Katharina Labouré erhält große Unterstützung aus den anderen Häusern der Kongregation


Isolierstation im Garten. Im Container hatte sich zuvor die Cafeteria des Hauses befunden, da die eigentliche Cafeteria dem Neubau hatte weichen müssen. Das THW half beim Einrichten der Station.

Im Alten- und Pflegeheim St. Katharina Labouré sind 23 Bewohner und 25 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.
Vier infizierte Bewohner (98, 96, 95 und 86 Jahre alt) sind zwischenzeitlich gestorben. Sie waren zuvor schon schwer krank gewesen bzw. hatten sich teilweise in Palliativversorgung befunden.
Die Ansteckungskette lässt sich nicht mehr zurückverfolgen. Bei einer Reihenuntersuchung hat sich herausgestellt, dass etliche Getestete infiziert sind, ohne Krankheitssymptome zu zeigen. Alle positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die negativ getesteten Mitarbeiter werden regelmäßig zweimal in der Woche getestet.
Seit Bekanntwerden des ersten Verdachtsfalles arbeitet St. Katharina Labouré eng mit der Gemeinde, dem Gesundheitsamt und dem Katastrophenschutz zusammen. Zunächst hatte das Haus mit Hilfe des THW alle infizierten Bewohner auf einer Isolierstation zusammengefasst. Da deren Kapazität aber nicht mehr für alle ausreicht, werden Bewohner im Haus in eigene Bereiche zusammengelegt, wo das Pflegepersonal sie mit stark erhöhtem Schutzaufwand versorgt. Das Pflegepersonal erhält regelmäßige Hygieneschulungen.
In dieser schwierigen Situation sind die Barmherzigen Schwestern sehr dankbar dafür, dass sich Pflege- und Hauswirtschaftskräfte aus anderen Häusern der Ordensgemeinschaft spontan und tatkräftig bis auf weiteres zur Mitarbeit in Unterhaching bereit erklärt haben. Um später jegliche Ansteckungsgefahr auszuschließen, werden diese vor Rückkehr in ihre Einrichtungen in häusliche Quarantäne gehen. Auch Pflegekräfte von Zeitarbeitsfirmen sind zur Unterstützung im Einsatz, so dass die Ausfälle zahlenmäßig in etwa kompensiert werden konnten und eine adäquate Versorgung der Bewohner sichergestellt ist.
Mit großer Unterstützung durch Landratsamt und Gemeinde konnte bisher auch eine ausreichende Versorgung mit Schutzmaterialien sichergestellt werden, aber der Bestand ist knapp und große Unterstützung ist weiterhin nötig.
Die Barmherzigen Schwestern haben auch eine Mitarbeiterin mit der Aufgabe betraut, sich um die Anliegen der Angehörigen zu kümmern und diese telefonisch zu informieren. Des Weiteren wurde ein Seelsorgetelefon für die Mitarbeiter eingerichtet.


wish4book b-ass.org