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24.06.2019

Gedenken an die Stunde des Todes

Vor 75 Jahren starben bei einem Bombenabwurf 15 Barmherzige Schwestern im Marxhof


Die zwei Gedenktafeln für die 15 beim Bombenangriff getöteten Schwestern

Bei der Gedenkfeier

Pater Peter Waibel SJ zelebrierte die Heilige Messe

Unterhaching. Zum 75. Mal jährte sich am 13. Juni 2019 der Bombenangriff auf den ordenseigenen Marxhof in Unterhaching, neben dem sich damals ein Erholungsheim der Barmherzigen Schwestern befand. Heute steht hier das Alten- und Pflegeheim St. Katharina Labouré. 30 Barmherzige Schwestern hatten im wenig sicheren Luftschutzraum unter dem Stallgebäude Zuflucht gesucht, 15 Schwestern kamen bei dem Angriff ums Leben.

Mit einem Gottesdienst, der von Pater Peter Waibel SJ (Hausgeistlicher des Alten- und Pflegeheims) gehalten wurde, begann die Gedenkfeier für die 15 getöteten Schwestern. Pater Waibel erinnerte die anwesenden Schwestern und Gäste an das Wirken und die Dienste der Verstorbenen. Auch dass der Frieden bei jedem im Herzen beginnt und die Würde des Menschen unantastbar ist, rief er in seiner Predigt ins Bewusstsein. 

In dem Keller waren über Jahrzehnte zwei Gedenktafeln für die Toten angebracht gewesen, an denen zum Jahrestag die Schwestern zum Gedenken und Beten zusammen kamen. Diese Tafeln waren 1994 abmontiert und mit einem Kreuz als Gedenkstätte neu zwischen Stadl und Pflegeheim aufgebaut worden. Nach der Heiligen Messe zogen alle gemeinsam in Prozessionsform an diese Gedenkstätte. Es wurde für die Schwestern gebetet und für jede eine Kerze angezündet.

Während des anschließenden Stehempfangs wirkte die Gedenkfeier nach. Gespräche über den Bombenangriff von 1944 kamen auf und die wenigen noch lebenden Zeitzeugen tauschten sich über die damaligen Ereignisse aus. Es war eine sehr gelungene und würdevolle Gedenkfeier.

Yvonne Haßler

Bericht der Süddeutschen Zeitung

Bericht des Münchner Merkurs